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SÖDER: BAYERN STARTET „HÖFEBONUS“ FÜR GLASFASER AUF DEM LAND
Neuer „Höfebonus“ bringt Glasfaser in dünn besiedelte Gebiete // 400 Mio. € für ganz Bayern // 50 Mio. € für Oberfranken

Der Ausbau von schnellem Internet mit dem Förderprogramm von 1,5 Mrd. € läuft in Bayern auf Hochtouren. Zum 1. Juli 2017 startet jetzt ein weiteres Programm, mit dem vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit schnellem Internet erschlossen werden sollen, der sog. „Höfebonus“. „Auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte Bayerns wollen wir an die Datenautobahn anschließen. Das sind vor allem Kommunen mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen. Gerade diese Gemeinden wollen wir beim Ausbau von noch unversorgten Bereichen zusätzlich unterstützen – mit 400 Millionen Euro und einer Anhebung des Fördersatzes auf 80 %. Bayern braucht flächendeckend schnelles Internet“, so Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder.
Für den „Höfebonus“ werden bayernweit rund 400 Mio. € Fördermittel zur Verfügung stehen. Im Regierungsbezirk Oberfranken können voraussichtlich 70 Kommunen von rund 50 Mio. € profitieren und bisher unversorgte Bereiche erschließen. Die bisherigen individuellen Förderhöchstbeträge der Kommunen werden verdoppelt. Der Fördersatz wird auf 80 % angehoben. Kommunen mit einem bereits erhöhten Fördersatz von 90 % behalten diesen. Damit können künftig auch kleine Weiler und Einzelgehöfte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Ein besonderer Fokus beim „Höfebonus“ liegt auf einem hohen Anteil direkter Glasfaseranschlüsse in die Gebäude (FTTB). Projekte, die vom „Höfebonus“ profitieren sollen, müssen mindestens 80 % der Gebäude mit Glasfaser erschließen. Diese Infrastruktur ermöglicht Bandbreiten im Gigabit-Bereich. Gerade in kleinen Ortsteilen ist dies oft sogar die wirtschaftlichste Lösung. Mit dem „Höfebonus“ werden die Gemeinden eine noch höhere Flächendeckung erreichen und können sich fit für die digitale Zukunft machen. Wie bisher gilt, dass in allen Förderprojekten nur der Ausbau der Glasfaser-Technologie gefördert wird.
Der Breitbandausbau läuft in ganz Bayern auf Hochtouren. Bereits 97 % der bayerischen Gemeinden sind in das Förderprogramm eingestiegen. 1.525 Gemeinden sind mit einer Fördersumme von 611,8 Mio. € in die Bauphase gestartet. Rund 600 geförderte Netze sind bereits in Betrieb genommen. Viele Gemeinden gehen mehrfach in das Verfahren, um schrittweise eine hohe Flächendeckung und besonders zukunftssichere Glasfasernetze bis in die Gebäude zu erreichen. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden weit über 30.000 km Glasfaserleitungen verlegt. Damit können künftig über 635.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, vor allem im ländlichen Raum. Davon werden über 64.000 Haushalte besonders zukunftssicher mit FTTB erschlossen. Wichtige Hilfe für die Kommunen ist die Beratung durch die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. In über 7.600 persönlichen Gesprächen wurde jede Gemeinde beraten.
Mit der neuen „Gigabit-Initiative“ will der Freistaat Bayern zudem eine pilothafte „Gigabit-Förderung“ in ausgewählten Gewerbegebieten und möglichst auch Privathaushalten angehen. Nach EU-Vorgaben ist eine Förderung bisher nicht zulässig, wenn ein Gebiet bereits mit mind. 30 Mbit/s erschlossen ist, weil diese Geschwindigkeit laut EU als „schnelles Internet“ gilt. Unternehmen benötigen aber jetzt schon direkte Glasfaseranschlüsse und höhere Bandbreiten als 50 Mbit/s, damit sie im globalen Wettbewerb nicht den Anschluss verlieren. Daher soll mit der EU-Kommission das weitere Vorgehen hin zu einer Gigabit-Förderung in Bayern abgestimmt werden. Die Gespräche laufen bereits.

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