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SÖDER ZIEHT IN OTTERFING ZWISCHENBILANZ:
VORBILDLICHE KOMMUNEN IN DEN LANDKREISEN
BAD TÖLZ-WOLFRATSHAUSEN, MIESBACH UND STARNBERG
51 von 52 Kommunen sind im Förderverfahren // 10,8 Millionen Euro Fördermittel sind bereits zugesagt für 33 Kommunen

„Breitband ist Zukunft. Nur wo Breitband vorhanden ist, werden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Die Gemeinden in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen, Miesbach und Starnberg haben dies erkannt. 51 von 52 Kommunen befinden sich im Förderverfahren. 10,8 Millionen Fördermittel wurden bereits für 33 Kommunen bewilligt. 30 Anträge auf einen Mehrfacheinstieg wurden gestellt. Die Kommunen in diesen Landkreisen sind vorbildlich“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder in einer Zwischenbilanz in Otterfing, Landkreis Miesbach, am Montag (11.9.) fest. Die einzige Gemeinde die keinen Antrag gestellt hat, wird eigenwirtschaftlich durch M-Net versorgt, die Gemeinde Pöcking. Die aktuelle Versorgung mit schnellem Internet in den drei Landkreisen mit einer Rate von 30Mbit/s liegt bei 86 Prozent der Haushalte.
„Die Breitband-Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern, wie für Arbeitsplätze, Tourismus oder Telemedizin. Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze. Hierfür stellt der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung – eine bundesweit einzigartige Summe. Der Anschluss an die Datenautobahn stärkt die ländlichen Regionen und die Heimat“, betonte Söder. Bayern geht beim Breitbandausbau in Deutschland voran. „Kein Land stellt so viele eigene Mittel zur Verfügung. Kein Land hat in so kurzer Zeit derart viele Projekte zum Laufen gebracht wie Bayern. Unsere massiven Vereinfachungen des Programms, die bessere Beratung und die Erhöhung der Fördersummen zeigen deutlich Wirkung. Wir bringen das Internet in den ländlichen Raum“, so Söder.
Am 1. Juli 2017 startete mit dem Höfebonus die zweite Stufe der bayerischen Gigabit-Initiative. Damit sollen vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit Glasfaser (FTTB) erschlossen werden. „Auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte Bayerns wollen wir an die Datenautobahn anschließen. Das sind vor allem Kommunen mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen. Gerade diese Gemeinden wollen wir beim Ausbau von noch unversorgten Bereichen zusätzlich unterstützen“, betonte Söder. Im Regierungsbezirk Oberbayern können voraussichtlich 110 Kommunen mit rund 80 Millionen Euro profitieren und bisher unversorgte Bereiche erschließen. Die bisherigen individuellen Förderhöchstbeträge der Kommunen werden verdoppelt. Der Fördersatz wird auf 80 % angehoben. Kommunen mit einem bereits erhöhten Fördersatz von 90 % behalten diesen. „Damit können künftig auch kleine Weiler und Einzelgehöfte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Bayern braucht flächendeckend schnelles Internet“, so Söder.
Der Ausbau von schnellem Internet ist spürbar angelaufen. Bayernweit sind bereits über 97 % (1.990) aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. 1.612 Kommunen starten mit einer Gesamtfördersumme von rund 670 Millionen Euro in den Breitbandausbau. Viele Gemeinden gehen mehrfach in das Verfahren, um schrittweise eine hohe Flächendeckung und besonders zukunftssichere Glasfasernetze bis in die Gebäude zu erreichen. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden über 33.000 km Glasfaserleitungen verlegt. Damit können künftig weitere 658.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, vor allem im ländlichen Raum. Wichtige Hilfe für die Kommunen ist die Beratung durch die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. In über 7.700 persönlichen Gesprächen wurde jede Gemeinde beraten.

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